Schöpfungszeit

Seit 2015 begeht die Katholische Kirche in Österreich vom 1. September bis zum 04. Oktober die Schöpfungszeit. In dieser Zeit werden seitens der katholischen Kirche Nachhaltigkeitsprojekte der Pfarrgemeinden stärker in den Fokus gerückt. Damit in Zusammenhang steht die vom Papst veröffentliche Enzyklika Laudato si. Papst Franziskus nimmt darin Bezug auf das Wirken des heiligen Franziskus (1181 – 1226), seines Namenspatrons. Dessen Sonnengesang ist nicht nur eines der ersten, erhaltenen Werke italienischer Literatur, sondern auch ein starkes Bekenntnis zur Bewahrung und Ehrung der Schöpfung.

Die siebte “Strophe“ des Sonnengesangs stellt dabei einen Bezug zum Fokus dieser Homepage her:

 

„Gepriesen seist Du, mein Herr

Durch unsere Schwester, die mütterliche Erde.

Sie ernährt uns.

Sie leitet uns.

Und trägt mannigfache Früchte

Und farbenprächtige Blumen und Kräuter.“

(zitiert nach: Die Schriften des Heiligen Franziskus von Assisi, Verlag Herder, Freiburg im Breisgau, 1940)

 

Die Vinzensgemeinschaft Waldhüttl, ein Projekt im Wirkungsbereich der Diözese Innsbruck, verknüpft die Ehrung und Hochachtung der Schöpfung mit sozialer Nachhaltigkeit bzw. Hochachtung der Würde des Menschen. Daher wird am 1. September, dem Welt-Schöpfungstag (und zugleich Antikriegstag), der Gruppe von Bekämpfern des Nationalsozialismus um Heinz Mayer gedacht. Am Grundstück auf dem heute der blühende Garten der Vinzensgemeinschaft wächst, befand sich im zweiten Weltkrieg das Hauptquartier der Gruppe.

 

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